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OM MANI PEME HUNG. Kryptophon, '11.

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Om Mani Peme Hung ist (m)ein Beitrag zur 'Kryptophonie' von Hörstadt im Spätherbst/Winter 2011. Die 'Kryptophone' sind visuell extrem unscheinbare bis unsichtbare Soundinstallationen in der Linzer Altstadt, die zu einem Spiel mit der Wahrnehmung des Stadtklangs einladen. Nicht näher eingeweihte PassantInnen stolpern (vielleicht) mit den Ohren über irritierende Geräusche oder offenkundige Widersprüche zwischen akustischer und optischer Information. So zum Beispiel beim Grunzen einer Schweineherde aus den Tiefen einer Ausgrabungsstätte mitten in der Stadt oder beim stetigen Plätschern eines Brunnens, dessen Wasserzufuhr im Zuge der Einwinterung längst abgeschaltet worden ist. Aber auch bewusst nach den temporär neu ins Stadtklangbild eingemalten Hörpixeln Suchende sind gefordert. Schließlich gibt es zur Beschreibung der insgesamt neun Kryptophone u. a. von Karin Fisslthaler, Barbara Musil und Reinhard Gupfinger nur ungefähre und in kleine Rätsel verpackte Ortsangaben.

Om Mani Peme Hung ist das zentrale Mantra des tibetischen Buddhismus. Seine sechs Silben sind ausgesprochen bedeutungsschwer und lassen viele Interpretationen zu. Vereinfacht gesagt, drückt das Mantra tiefes Mitgefühl mit allen Lebewesen und die Bitte um ihre Befreiung von Leid und Unglück aus. Hörort dieses meines Kryptophons ist eine Kirchenfassade an einer stark frequentierten Einkaufsstraße.

Ganz im Sinne des Buddhismus für das Praktische - schließlich werden in Form von Gebetsmühlen und Gebetsfahnen systematisch mechanische und natürliche Energien zum "Sprechen" und Verbreiten der Gebete verwendet - und ganz in der Logik des Mantras an sich, ist Om Mani Peme Hung als unablässig wiederkehrende Endlosschleife zu hören. Die Lautstärke des Loops liegt an der Grenze des Wahrnehmbaren.

Zu hören ist eine von einem tibetischen Flüchtling gesprochene Aufnahme, die von der Website Dharma Haven stammt.

Laufzeit: 14. November 2011 - 6. Jänner 2012
Kryptophonie-Konzept: Peter Androsch / Hörstadt
Kurator: Anatol Bogendorfer
Technischer Support: Anatol Bogendorfer, Hubert Hawel
Dankeschön: Seelsorger Peter Paul Kaspar, Kirchenmeister Mag. Beck
 



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